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Unser Charly „...dann rastete der Tiertrainer aus“

Tierquälerei bei den Dreharbeiten zur Fernsehserie "Unser Charly"? Das ZDF stritt ab. Jetzt legt HÖRZU den Beweis vor: Ein Nachbar hielt alles auf Video fest

Eigentlich wollte Hans-Jörg Reinel nur dokumentieren, was ihn da täglich hinter seinem Gartenzaun so nervt: grelle Schreie, Gebell, laute Kommandos. Der übliche Tumult während der Dreharbeiten zur ZDF-Serie "Unser Charly" eben. Doch was Reinel dann mit seiner Digitalkamera einfing, hätte er selbst nicht für möglich gehalten. Ein Mann - zweifelsfrei einer der Tiertrainer - trat dem behaarten Fernsehstar Charly mit Wucht in den Körper. Der Affe schrie laut auf. "Das ging durch Mark und Bein", erinnert sich Reinel, "Charly hatte nicht auf Anhieb kapiert, wie er einen Hund auffordern sollte, von einer Bank zu springen. Da rastete der Tiertrainer aus."

 

 "Ich stand ja nur zufällig am Zaun. Es waren aber noch andere vom Fernsehteam dabei. Ich verstehe nicht, warum keiner bei den Quälereien einschreitet."

Der Zeuge Reinel ist alles andere als ein Hobbyfilmer. Er ist von Beruf Kameramann, dreht in aller Welt Dokumentationen für deutsche Fernsehsender. Seit sieben Jahren kann er von seinem Grundstück im Berliner Stadtteil Wannsee aus die Dreharbeiten im Innenhof der Nachbarvilla beobachten. Als Reinel die HÖRZU-Titelgeschichte (Ausgabe 26/2002) über die Misshandlungen der Fernseh-Affen las, erinnerte er sich an die Aufnahmen, die er vor rund einem Jahr gemacht hatte. Sie widerlegen ohne jeden Zweifel die Beteuerungen und entrüsteten Dementis des ZDF. "Unsere Trainer begleiten die Tiere von der Geburt an fürsorglich und liebevoll", heißt es in der Stellungnahme, "dabei nutzt das Filmteam ihren Spieltrieb, ihre kindliche Neugier und die Fähigkeit, Menschen nachzuahmen, ohne Gewaltanwendung und Tierquälerei."
Kameramann Reinel wundert sich über so viel Ignoranz: "Ich stand nur zufällig am Zaun. Es waren aber noch andere vom Fernsehteam dabei. Ich verstehe nicht, warum die Mitarbeiter bei solchen Quälereien nicht einschreiten."
Schwere Vorwürfe auch von Peter Hammelsbeck, Leiter der deutschen Filiale des Jane Goodall Institutes in München. Zwar lobt er die Dokumentarfilme des ZDF, die sich mit Menschenaffen in freier Wildbahn beschäftigen - die Serie "Unser Charly" stehe aber im krassen Gegensatz dazu. "Die Trainingsmethoden sind mit erheblichem physischem und psychischem Schmerz verbunden, wie das Video auch beweist", sagt er. "Das ZDF muss jetzt endlich handeln und die Produktion sowie Ausstrahlung einstellen, will es sich nicht nach aktuellem Grundgesetz und entgegen den Bemühungen der Naturschutzbehörden schuldig machen."

MARTIN HÄUSLER

Das Beweisvideo auf der Homepage der Hörzu:  http://www.hoerzu.de/framesets/de/html/rahmenset_tmpl.html

Es kommt Bewegung in den "Fall Charly". Nachdem HÖRZU ein Beweisvideo vorlegte, das eindeutig einen Tritt gegen einen der TV-Schimpansen zeigt, sieht sich nun auch das ZDF gezwungen zu handeln. Bis zur endgültigen Klärung des Vorwurfs der Tierquälerei wurde der beschuldigte Tiertrainer auf Veranlassung der Berliner Produktionsfirma von seiner Tätigkeit entbunden. "Wir müssen den Fall lückenlos aufklären", sagt Hans Janke, stellvertretender Programmdirektor des ZDF, "soweit es Konsequenzen braucht, werden sie gezogen." Die Serie "Unser Charly" sehe er zum jetzigen Zeitpunkt aber nicht in Gefahr.

Untertitel zum Filmausschnitt

Ein scheinbar ganz normaler Arbeitstag im Leben des ZDF-Fernsehaffen Charly:
Doch das Augenzeugenvideo von Hans - Jörg Reinel zeigt, mit welchen harten Methoden Charly trainiert wird. Als der Affe nach mehrfacher Aufforderung die Anweisungen seines Tiertrainers nicht befolgt, tritt dieser brutal zu - ein Aufschrei. Von "fürsorglicher und liebevoller" Erziehung, wie es von Seiten des Fernsehsenders heißt, keine Spur.

Nach der Misshandlung ist der Affe verängstigt. Doch er tut, was die Trainer verlangen.

In der neue HÖRZU (Heft 31) ist auch noch ein Bericht zu lesen.

Frank Höneck

 


Tierfutter auf bestialische Weise getestet!

Laut einem Artikel des Sunday Express vom 27. Mai 01 führte die Firma IAMS, ein Unternehmen von Procter und Gamble, Tierversuche durch. Das Katzen- und Hundefutter ist auch in Deutschland unter dem Namen IAMS und EUKANUBA in Zoofachgeschäften sowie bei Tierärzten erhältlich.

Nach Angaben der englischen Organisation "Uncaged Campains" (
www.uncagedco.uk) wurden mindestens 460 Tiere verbraucht.

Eine unvollständige Liste:
- 24 junge Hunden wurde die rechte Niere entnommen und die linke Niere teilweise zerstört, um zu untersuchen, wie Hunde mit Nierenversagen auf Protein reagieren. Die erkrankten Hunde wurden nicht behandelt, da dies das Untersuchungsergebnis verfälscht hätte

- bei einem anderen Test wurden die Mägen von 28 Katzen freigelegt, so dass die Wissenschaftler den Effekt der Fütterung mit Faserstoffen analysieren konnten. Die Tiere wurden mindestens zwei Stunden lang operiert und dann getötet

- 24 Katzen wurden sterilisiert, die anschließend dermaßen gefüttert wurden, bis sie übergewichtig waren. Sie wurden dann einer Crash Diät ausgesetzt. Als sie mindestens 30 % des Gewichts verloren hatten, wurden Teile ihrer Lebern entnommen und untersucht, um den Zusammenhang zwischen Gewichtsverlust und Leberkrankheiten zu erforschen

- 6 Hunde wurden Kanülen in ihre inneren Organe gelegt und mehrfach Flüssigkeit entnommen, um die Auswirkung von getreidehaltigem Futter zu testen

- 14 Husky-Welpen wurden während der ersten zwölf Lebenswochen mehrfach Viren und allergieauslösende Proteine gespritzt. Sie entwickelten irreversible Krankheiten während des Tests, der dazu dienen sollte, festzustellen, wie stark die allergischen Reaktionen sein würden

- 12 Huskys, 12 Pudel und 12 Labradors wurden regelmäßig Schnittverletzungen am Brustkorb zugefügt, um herauszufinden, ob die Ernährung den erneuten Fellwuchs beeinflussen würde. Dieser Versuch wurde mit dem Argument gerechtfertigt, "... dass Hunde gerne angefasst und angeschaut werden ... Hunde mit Fellproblemen werden einfach nicht so oft gestreichelt."

- 56 Hündinnen wurden ihre Geschlechtsorgane entnommen, um den Einfluss von Beta Karotin zu untersuchen

- Gesunden Hunden, Hühnern, Ratten und Mäusen wurden Knochel und Knorpelgewebe entnommen, um die Entwicklung von Knochen und Gelenken zu untersuchen.

Dr. Dan Cary, Chef der Unternehmenskommunikation von IAMS sagte: "Es ist unsere Aufgabe, die Gesundheit von Hunden und Katzen zu verbessern. Wir sorgen uns während der Studien extrem um ihr Wohlbefinden und gehen nicht leichtfertig in die Forschung. Alle unsere Studien müssen fundierte Wissenschaft sein und wir müssen sicher sein, dass sie niemals wiederholt werden müssen, da dies verschwenderischer Umgang mit der Zeit der Tiere wäre."

(Zusammenfassung von Mechthild Mench, Animal 2000)

Der Artikel ist im englischen Original zu finden unter:
http://www.uncaged.co.uk/iamsexpress.htm

Eine detaillierte Beschreibung der Versuche unter:
http://www.uncaged.co.uk/iams.htm

Sprecht nicht nur euer Zoofachgeschäft an, sondern auch euren Tierarzt. Und schreibt an:
IAMS Pet Food GmbH & Co KG
Westerbachstr. 28
61476 Kronberg
Fax: 06173 / 95 95 95

Gebührenfreie Servicenummern:
0800 EUKANUBA (0800-38526822),
0800 IAMSCAT (0800-4267228)

Internet-online-Formular:
http://www.iams.de

Anm. d. Red.: Vielen Dank an
Mechthild Mench von der "Anti-Corrida", die sich die Mühe gemacht hat, den Artikel ins Deutsche zu übersetzen.

 

 

 

 



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