10 Warums zur Katze

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Warum machen WiR Katzen das bloß?

Zehn Warums zur unserer Katzen- und Körpersprache und die Antworten dazu!! 

 

1. Warum ziehen wir Katzen so gern die Fäden aus dem Sofa?

Das Kratzen und das Fädenziehen dient als Krallentraining, bei dem das Einziehen und Ausfahren der Krallen geübt wird. Praktisch für uns ist, dass sich dabei abgestorbene Krallenhülsen lösen und abgestreift werden können.
Ein ganz wichtiger Grund ist das Markieren. An der Unterseite unserer Vorderpfoten befinden sich Duftdrüsen. Diese erhalten durch das Hineindrücken der Pfote in den Stoff eine kräftige Massage (mmmh, dass mögen wir) und geben Duftstoffe ab. Für unser Frauchen und Herrchen ist dieser Duft NICHT wahrnehmbar - wir aber hüllen "unseren" Sessel auf diese Art und Weise ganz in unseren Duft. Oft ist dieser Sessel auch der Sitzplatz von unserem Frauchen und Herrchen. Durch unsere Duftmarkierung vermischen sich Menschen- und unserer Duft - so fühlen wir uns wohl und lieben es.

 

2. Mal rein und raus - WARUM können wir uns nicht entscheiden?

Dahinter steckt schlicht und ganz einfach unser Erkundungstrieb. Wir lieben es, unser Territoruim häufig zu durchstreifen, um dann rasch wieder zurück in die Geborgenheit unsere Lieblingssessels zurückzukehren. Wie unser Frauchen und Herrchen , wollen wir nur mal schnell nach dem Rechten sehen (hoffentlich keine fremde Katzen in unserem Revier *fauch*) und gleich wieder zurückkommen. Das wirk auf Frauchen und Herrchen dann wie Unentschlossenheit.
Am liebsten wäre es uns, wenn sämtlichen Türen immer offen stehen würden. So könnte wir ganz ungehindert den Gang durch "unser" Revier durchführen.

 

3. Warum legen wir uns auf den Rücken und rollen uns?

Wenn wir zur Begrüßung vor Frauchen und Herrchen auf den Rücken rollen, alle Viere von uns strecken und unsere Bauchseite päsentieren, ist dies eine Geste von großem Vertrauen. Die Bauchseite ist eine sehr empfindliche Körperregion, die wir normalerweise nicht offenbaren. Tuen wir es doch, sind wir meist in fauler, schläfriger Stimmung (gähn), möchten aber doch unserem Menschen  sagen, wie sehr wir ihn lieben und ihm vertrauten. Natürlich ist es sehr verlockend für Frauchen und Herrchen, die weiche Bauchseite von uns dann auch zu streicheln. Das mögen wir trotz liebe und vertrauen aber nicht.
Der Grund: Die Bauchseite von uns ist sehr empfindlich, dass selbst die leiseste Berührung unangenehm für uns "sensible" Mietzen sein kann.

 

4. Warum zucken oder wedeln wir mit dem Schwanz?

Wenn wir wie oben beschrieben auf dem Rücken liegen, kann es sein, dass zusätzlich unsere Schwanzspitze hin und her zuckt. Das bedeutet, dass wir Katzen im Moment mit uns kämpfen (natürlich hauen wir uns nicht selber). Einerseits möchte wir gerne aufspringen und unseren Menschen entgegenstürmen, um ihn zu begrüßen. Andererseits sind wir zu faul dazu und rollen uns lieber genüsslich auf den Rücken. Auch in anderen Situationen, die inneren Zwiespalt bedeuten, zucken oder wedelen wir mit dem Schwanz. Beispielsweise, wenn wir vor der geöffneten Haustür stehen und uns wegen des Regens nicht entscheiden können, ob wir lieber drinnen bleiben oder ob die Neugier uns doch besiegt.

 

5. Warum haben wir Schnurrhaare?

Durchschnittlich haben wir Katzen 24 lange, feste Schnurrhaare. Sie entstehen in tiefen Hautschichten und sind umgeben von vielen Nervenenden. Diese machen aus den dicken langen Haaren sensible Fühler. Zum einen dienen die Schnurrhaare als Tastsensoren, die uns z.B. sagen, ob wir durch einen Türspalt oder ein Loch hindurchkommt. Außerdem nehmen wir über diese empfindsamen Fühler feinste Luftbewegungen wahr. Dies ist insbesondere bei Dunkelheit wichtig.  So gehen von jedem festen Gegenstand feinste Luftwirbel aus und sagen uns:"Halt, hier steht etwas, bitte umgehen." (wir finden das gut, dass sie uns das sagen, ansonsten hätten wir schon einige Beulen miterlebt)!!

 

6. Warum bringt wir unsere Jungen ( falls wir noch welche bekommen können - Kastration) nach ein paar Wochen in ein anderes Nest?

Wenn unser Nachwuchs 30 bis 40 Tage alt ist, ziehen wir  aus der engen, meist dunklen Ecke oder Kiste aus. Der Platz, den wir nun für unsere Jungen wählen, ist größer und leichter zugänglich. Insbesondere bei frei lebenden Kumpels geschieht dies aus Unterrichtsgründen. In der engen Kinderstube wäre das nicht möglich, den Kleinen frisch gefangene Mäuse mitzubringen.
Wilde Kumpels (Katzen) bringen ihren Jungtieren die Jagdbeute, und die Kleinen lernen Schritt für Schritt, wie sie damit umgehen müssen.

 

7. Warum putzen wir uns eigentlich so oft?

Die vielfältigen Aufgaben des Fells erklären, warum wir uns so viel Mühe beim Putzen geben. Jeder will ja schön sein, aber das ist es nicht nur. Im Winter hat das Fell beispielsweise Schutzfunktion vor Kälte. Je schmutziger unser Pelz ist, desto schlechter ist auch dessen isolierende Funktion. Im Sommer ist das Gegenteil der Fall: Da wird das Fell häufig richtig nass geleckt, so das es eine kühlende Wirkung besitzt (die Haut von uns enthält keine Schweißdrüsen). Außerdem produzieren Sonnenstrahlen Vitamin D auf dem Fell. Beim Sauberlecken nehmen wir  dieses für uns notwendige Vitamin auf.

 

8. Warum reiben wir unsern Kopf am Zaun?

Bei unseren Rundgängen geht es uns darum, unsere Duftmarkierungen zu erneuern. Je nach Katzennachbarschaft haben wir ein mehr oder weniger großes Revier erarbeitet und markieren es regelmäßig mit unserem Duft. Das Markieren des Reviers von Urin und Kot, aber auch indem wir unseren Kopf und Körperseiten (auch dort befinden sich Duftdrüsen) z.B. an Bäumen, Hauswänden oder Zäunen reiben. Der Duft muß ständig erneuert werden (ganz schöne Arbeit). Bei unseren Rundgängen nehmen wir außerdem die Duftnachrichten von anderen Katzen auf, die wir mit unserer feinen Nasen sehr genau analysieren. Wir wissen dann beispielsweise, ob ein anderes Tier agressiv oder friedlich gestimmt ist.

 

9. Warum schnattern wir Katzen, wenn wir einen Vogel am Fenster sehen?

Der schnatternde Ton wird von einer Kieferbewegung begleitet, die so aussieht, als würden wir mit den Zähnen klappern. Mit einer ähnlichen Beißbewegung vollführen wir bei der Jagd den Todesbiss bei unserer Jagdbeute. Sitzt wir Samtpfoten nun am Fenster, sind wir voll in unserem Jagdeifer - das verrät unsere ganze angespannte Körperhaltung. In unserem Kopf dürfte dann wohl ein Film ablaufen, wie es wäre, wenn wir diesen Vogel gerade erjagt hätten.

 

10. Warum vergraben wir unseren Kot?

Das Vergraben von Kot hat bei bei uns etwas mit der Rangordnung zu tun. Eine Hauskumpeline z.B. wird ihren Kot meistens in dem Katzenstreu vergraben, da sie sich als untergeordnet wahrnimmt und den Menschen als Oberhaupt akzeptiert. Auch viele Gartenkumpels vergraben ihren Kot, weil sie innerhalb ihres Reviers einen untergeordneten sozialen Rang einnehmen. Mancher starke und im Revier gefürchteter Kumpelkater macht sich diese Mühe aber nicht. Er lässt seinen Kot offen liegen, was den anderen sagen soll, wer hier der Herr im Revier ist.

Momo denkt auch immer, er sei der Herr, aber das stimmt nicht.
"Frauchen du Petze"

 




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